Bericht Ungarnreise 2010-09-25

Sa - 25.09.2010
Abfahrt um 08:00
Km = 100.392
Fahrt von Völs nach Bad Schallerbach, wo unsere Tochter mit Familie lebt.
Die ganze Fahrt herrscht strömender Regen. .
Mittags holen wir sie in Grieskirchen von ihrer Arbeit ab und gehen gemeinsam essen.
Die Nacht verbringen wir bei unserer Tochter in Bad Schallerbach.
Tages-km = 329 km

So - 26.09.2010
Abfahrt um 10:00 Uhr
Km = 100.721
Von Bad Schallerbach nach Kapuvar.
Wechselhaftes Wetter von Regen bis Sonne.
Die Fahrt führt uns über die Westautobahn und die Alland-Autobahn nach Wiener Neustadt. Die Grenze überschreiten wir in Klingenbach. Hier kaufen wir gleich die Mautkarte für 1 Monat um 4.200,- HUF. Somit braucht man sich keine Gedanken machen, ob und wann man auf einer Strasse fährt wo Maut zu bezahlen ist. Das ist schon sehr beruhigend.
Über Sopron erreichen wir um 15:15 Uhr Kapuvar.Wir fahren direkt zum Campingplatz neben der Therme "Flora".N 47° 35.816 E 17° 02.272
Kleiner Teil des CP ist befestigt, aber Großteil derzeit nur bedingt benutzbar, da der Boden durch anhaltenden Regen knietief ist..
Tageskm = 315 km

 

Mo - 27.09.2010
Km = 101.036
Während der Nacht hatten wir starken anhaltenden Regen, aber in der Früh hat uns die Sonne am wolkenlosen Himmel aus dem Bett geholt.
Wir bleiben heute in Kapuvar und besuchen die Therme - Flora.
Vom Campingplatz ist die Therme ca. 300 m entfernt.
Die Tageskarte mit mehrmaligem Eintritt kostet pro Person 900,-- HUF. Die Thermenanlage ist relativ klein, aber da jetzt Nachsaison ist, hält sich der Besucheransturm in Grenzen.

Am Abend gehen wir ins nahegelegene Restaurant zum Abendessen.
Die komplette Entsorgung wird noch Abend erledigt.
CP-Gebühr = 29,-- € + 1.000,-- HUF Kurtaxe für 2 Tage, inkl. Strom.
Tageskm = 0

Die - 28.09.2010
Km = 101.036

Abfahrt um 08:30
Auf der 85 gelangen wir nach Györ. Kurzer Aufenthalt mit dem Besuch bei der Basilika.
Weiterfahrt mit einem Abstecher (20 km) nach Pannonhalma. Auf dem 280 m hohen "Martinsberg" befindet sich die sehr beeindruckende Benediktinerabtei von der aus die Christianisierung Ungarns ihren Ausgang nahm.
Bei N 47° 33' 17" E 17° 45' 37" kommen wir zu einem neu angelegten Besucherparkplatz. Der Empfang von Touristengruppen bedeutet für die Erzabtei nicht nur eine wirtschaftliche Tätigkeit, sondern ist eine wichtige Stätte der Gastfreundschaft, sowei der Pflege der Kultur. Zum anspruchsvollen Empfang von Touristen baute man ein modernes Empfangsgebäude, dem sich eine Fußgängerbrücke und Fußwege anschliessen.
Die Abtei erzeugt zahlreiche Produkte, wie Liköre, Heiltees, Weinessige, Seifen und auch Produkte aus Schokolade. Es wird auch Lavendel angebaut und das Öl daraus gewonnen. Die Mönche haben den Weinanbau und die Weinkultur wiederbelebt und ließen zu diesem Zweck einen großen Keller mit Kelterei erbauen.
In einem schmucken Laden, kann man alles Wissenswerte über die Abtei und deren Geschichte erfahren, sowie die Produkte der Abtei kaufen.
An das Kloster angeschlossen ist ein Gymnasium in dem seit den Jahren nach der Wende Unterricht stattfindet.
Aber schon allein die Aussicht vom "Heiligen Berg" ist Grund genug hier herauf zu fahren.
Im schönen Restaurant tranken wir noch Kaffe bevor wir wieder den Berg hinunter rollten.


Schließlich erreichen wir um 13:30 Uhr den Campingplatz "Gran Camping" in Esztergom N 47 47.494' E 18 43.940'.
Das Wetter hat den ganzen Tag gehalten, allerdings ist es sehr kalt.

Am Nachmittag besuchen wir zu Fuß den Dom, der über der Stadt auf dem 160m hohen Burgberg thront.

Unübersehbar ist, dass das Vorbild der Petersdom von Rom ist. Diese Kathedrale ist die größte Ungarns und Europas Drittgrößte.
Hier hat man auch einen schönen Ausblick auf die Donau und die Stadt.
Anschließend kaufen wir in der Stadt noch Lebensmittel ein.
Der CP kostet für eine Nacht, inkl. Strom 5.200.-HUF und inkl. Kurtaxe. Fürs Internet bezahle ich 500,--HUF für 3 Stunden.
Tageskm = 182 km.

Mi - 29.09.2010
Km = 101.218
Abfahrt um 09:50.
Wir wollten die Ruinen der Burg von Visegrad besuchen. Als Ausgangspunkt hätten wir den den Parkplatz der Visegrad-Rodelbahn, laut WoMo-Führer, gewählt.
Mein Navi wollte, dass ich eine ganz schmale Strasse hinauffahre, was ich allerdings auf Grund der Größe meines WoMos nicht nicht riskieren wollte.
Somit fuhren wir weiter nach Szentendre. Der Stellplatz 28 laut WoMo-Führer ist derzeit eine Baustelle, bzw. die Wiese viel zu aufgeweicht .
Somit war klar, dass wir das nahegelegene "Ungarische Freilichtmuseum Szentendre" in Skanzen besuchen werden. Beim Lösen der Eintrittskarten und meinem Hinweis auf Seniorenermässigung stellte sich heraus, dass man wenn man über 70 Jahre alt ist, überhaupt keinen Eintritt zu zahlen habe. Somit ersparten wir uns 5.600,-- HUF.
Ist ja auch ganz erfreulich, oder?
Das Freilichtmuseum ist derart großflächig angelegt, dass wir uns gar nicht alles ansehen konnten. Auf dem Gelände von 60 Hektaren sind 247 verschiedene Gebäude - Wohnhäuser, Scheunen, Kirchen, Werkstätten usw. - thematisch in sieben regionalen Einheitenangeordnet zu besichtigen.
Die meisten Bauten sind Kopien von Originalbauten. Ihre kompletten Einrichtungen zeugen von der Lebensweisen der Bewohner in der Zeit zwischen Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Innerhalb des Geländes gibt es sogar eine eigene Eisenbahn, die erste Museum-Bahn in Ungarn. Die Kleinbahn fährt stündlich vom neuen Eingangsgebäude ab.
Für den nicht besuchten Teil des Geländes werden wir wohl oder übel wiederkommen müssen und dies werden wir mit dem geplanten längeren Besuch von Budapest verbinden.
Die Parkgebühr für 6,60 m Länge und 3,10 m Höhe betrug für die 2 Stunden 1.000,- HUF.

B


Das heutige Ziel, den CP-Haller in Budapest erreichten wir um 14:40 Uhr. N 47° 28' 33" E 19° 04' 59"
Nach dem Einrichten suchten wir noch 2 Geocaches und fanden sie auch.
Am CP erfuhren wir, dass in Ungarn ab dem Alter von 65 Jahren alle Öffis kostenlos sind.
Für eine etwas ausführliche Besichtigung von Budapest benötigt man wenigstens 3 Tage und die werden wir bei einem gesonderten Besuch der Stadt einplanen.
CP-Preis = 15,- € (ACSI-CP)
Tageskm = 87 km

Do - 30.09.2010
Km = 101.305
Nach dem Entsorgen sind wir um 08:30 abgereist.
Heute wollen wir wieder in eine Therme. So haben wir die M3 genutzt und waren dann schon zu Mittag in Bogacs.
Leider hat es die letzten 40 km zu regnen begonnen, aber am Nachmittag hörte es auf. Die Grünflächen des CP sind total aufgeweicht, da es hier schon die ganze Nacht geregnet hat, wie uns ein Camper berichtet hat. Wir haben dennoch einen festen Standplatz gefunden.
Nach dem ersten "Gargang" ins 38° warme Wasser wollte ich die SAT-Antenne einstellen, aber heute habe ich es nicht geschafft. Muss irgendein Fehler bei der Antenne oder beim Kabel sein.
CP-Gebühr 4.960 HUF
Tageskm = 149 km.

Fr- 01.10.2010
Km = 101.454
Nach dem Aufstehen besuchten wir sofort das 38° heiße Wasser und erst dann haben wir gefrühstückt.
Das Wetter ist bewölkt und kühl aber kein Regen.
Abfahrt um 09:35
Den ersten Stop legten wir in Hortobagy ein. Besuch des Zoos war sehr interessant. Man hat ja keine Ahnung wie viele unterschiedliche Rassen es bei den Hühnern, Tauben, Schweinen, Schafen gibt.


Man lernt auch die Geschichte der Puszta kennen. Leider konnten wir keine Vorführungen erleben, da es bereits späte Nachsaison ist.
Das Mittagessen nahmen wir im Restaurant im Ort ein. Dazu mussten wir aber noch über die 92 m lange "Neunbogenbrücke", eines der berühmtesten Bauwerke Ungarns, fahren.
Als Tagesziel haben wir den Thermal-CP in Hajduszoboszlo vorgesehen.
Ankunft am frühen Nachmittag.
Hier finden wir eine große und schöne Anlage mit direktem Eintritt ins Thermalbad. Der Fußweg vom CP bis zum Thermalbad ist relativ weit durch ein großes Freibadgelände, welches aber bereits komplett eingewintert wurde.


Tageskm = 116 km


Sa - 02.10.2010
km = 101.454

Heute schieben wir einen Ruhetag ein - lediglich kleine Rundgänge und ansonstens nur Lesen und schlafen.

Tageskm = 0

So - 03.10.2010
Km = 101.570
Der Himmel ist wolkenlos aber es herrschen kalte Themperaturen..
Da das Thermalbad in der Schwimmhalle erst um 9:00 öffnet, haben wir in der Früh keinen Stress. Die Möglichkeit der kompletten V+E genutzt und nach dem Warmwassergang im kleinen Becken in der Schwimmhalle sind wir um 10:25 abgefahren.
Für den Cp habe ich mit Kreditkarte 43,- € für 2 Übernachtungen bezahlt.
Am Ortsende von Hajduszoboszlo konnten wir bei TESCO den erforderlichen Einkauf machen.
Nun ging es auf Nebenstrassen gegen Süden.
Die Landstrassen sind eine Katastrophe. Es bedarf voller Konzentration für den Fahrer, dass man in keines der zahlreichen Schlaglöchern hinein fällt. Man muß mit einem Temposchnitt von weniger als 50km/h rechnen. Aber man hat natürlich Einblick in die Agrarwirtschaft, so sahen wir zahlreiche Schafherden und Koppeln mit unzähligen Gänsen auf engstem Raum. Ob dies eine artgerechte Haltung ist ?
Dennoch haben wir Gyula heil erreicht und sind direkt auf den "Thermal-Campingplatz" (N 46° 38' 42" E 021° 17' 55"), gefahren. Da die Sanitäranlage bereits eingewintert wurde haben wir den Schlüssel für einen Bungalow, für Dusche und Wc, erhalten.
Warum der CP "Thermalcamping" heisst ist mir unklar, da sich das Thermalbad im Ort, Nahe der Burg, befindet. Entfernung ca. 700 m. Koordinaten: N 46° 38' 42" E 021° 17' 55"
Der Campingplatz "Mark" wäre also relativ nah zum Bad.


Tageskm = 170 km.

Mo - 04.10.2010
Km = 101.740
Nach Frühstück und V+E um 08:25 Richtung Bugac-Puszta abgefahren. Kleine Stadtrundfahrt um die "Ziegelburg".
In Bugac-Puszta haben wir eine Kutschenfahrt um eine Viertelstunde versäumt, Gott sei Dank, da es sehr windig und kalt ist, wie man an den ankommenden und frierenden Kutschenpassagieren sehen konnte.


Wir stärken uns in der Csarda zu Preisen wie bei uns zu Hause. Da die nächste Reitervorführung erst am Freitag sein wird und ein möglicher Fußmarsch auf einer sandigen Piste 800,- HUF pro Person kosten würde, zogen wir die Weiterfahrt vor. Ziel war der Thermalcampingplatz "MEDION" in Komlo Sigunda.
Laut diverser Campingführer sollte dieser CP bis Ende des Jahres offen haben. Aus unerklärlichen Gründen (auch für das Thermenpersonal) war der CP geschlossen.
Nach Studieren der Campingführer wählten wir den 45 km entfernten "Thermal-CP" in Harkany. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass dieser CP gar nicht mehr existiert, es war eine einzige Baustelle.
Den anfänglich ausgeschilderten "Castrum-CP" konnten wir leider nicht finden.
So übernachteten wir auf dem großen Parkplatz bei einem SPAR-Markt.
Tageskm = 405 km.

Die - 05.10.2010
Km = 102.145
Die Nacht verbrachten wir sehr unruhig und so fuhren wir, als die ersten Lieferanten für den Supermarkt auftauchten und lärmten, um 05:15 bei völliger Dunkelheit und Regenwetter los, in Richtung Heviz. Die Fahrt war ungewohnt anstrengend, da die Strassen sehr schlecht bezüglich Belag sind und von der Markierung kaum was zu sehen ist. Über Komlo, Kaposvar und Marcali erreichten wir um 09:30 bereits Heviz.
Im Freien konnte man sich nicht aufhalten, so verbrachten wir den Tag im warmen WoMo mit Fernsehen und Internet. Ausserdem ist Linde sehr stark verkühlt und wird mich auch anstecken, so wie ich sie kenne.

Tageskm = 193 km

Mi - 06.10.2010
Km = 102.238
Heute bleiben wir in Heviz und da Linde sehr stark verkühlt ist, habe ich alleine das Bad, bzw. den Thermalsee besucht.
Der Preis von 2.400,- HUF für 3 Stunden ist nicht gerade wenig und 3 Stunden möchte ich auch nicht im Bad bleiben. Die Wassertemperatur von 32° im Innenbereich ist mir auch zu wenig, im Außenbereich hat der See derzeit 29°. Der "Ruhebereich" ist sehr ungemütlich und kalt und so verließ ich den Badesee recht bald.
Die Kosten für den CP, ohne Bad, betragen 6.320,- HUF.
Der CP an sich ist recht ordentlich und die Sanitäranlagen sehr sauber.

Tageskm = 0

Do - 07.10.2010
Km = 102.238
Abfahrt um = 09:30 nach V+E mit Ziel Thermalbad Borgata.
Auf der Fahrt konnten wir in Sümeg noch die Burg, hoch über dem Dorf bestaunen. Den Aufstieg zur Burg haben wir uns auf Grund unseres Gesundheitszustandes erspart. Nebenbei bemerkt, muß man für den Fußweg auch zahlen. Hier finden im Sommer Ritterspiele statt, aber jetzt ist auch hier in der Nachsaison tote Hose. So hielten wir uns hier nicht lange auf und fuhren weiter.


Das kleine aber sehr schmucke Thermalbad in Borgatafürdö erreichen wir gegen Mittag. Der saubere und freundliche CP (N 47° 09.736 E 17° 05.925) ist dem Thermalbad direkt angeschlossen. Wir beschließen, hier wieder einen Ruhetag zu verbringen.
An sich schliesst der CP am 30.09. eines Jahres seine Pforten aber heuer richtete man sich nach dem Wochenende und so konnten wir noch die nette Therme genießen.


 

Tageskm = 55 km

Fr - 08.10.2010
Km = 102.338

Diesen Ruhetag geniessen wir in voller Länge mit mehrmaligem Aufwärmen im Thermalwasser. Man merkt sehr stark die Nähe der österreichischen Grenze, da täglich Gäste von Österreich hierherkommen. Die vorhandenen Thermen in Österreich sind wesentlich teurer.

Tageskm = 0

 

Sa - 09.10.2010
km = 102.393

Am frühen Morgen ging es los und wir wollten noch nach Bük in ein Geschäft für spezielle ungarische Produkte zum Einkaufen. Wir kannten es von früheren Besuchen. Nachdem wir alles hatten was wir wollten fuhren wir über Szombathely und Schachendorf nach Österreich. Mein Plan war einen CP mit Camping-Cheques anzufahren, da ich noch Schecks übrig hatte. Im Katalog hatte ich die Koordinaten für den CP "Camping im Thermenland" (N 47° 09' 44" E 16° 01' 22").
Dort angekommen mussten wir feststellen, dass wir auf dem CP "Thermen-Camping" waren und dort keine Camping-Cheques genommen werden. Die Überprüfung ergab dann, dass im Katalog die falschen Koordinaten angegeben sind.
Aber was solls. Der Campingplatz in der Nähe von Bad Waltersdorf war sehr schön und sauber und so bereuten wir den Irrtum nicht.

Tageskm = 55 km

So - 10.10.2010
km = 102.531

Eigentlich wollten wir ursprünglich in Kärnten noch eine Zwischenstop auf der Fahrt nach Hause machen, aber da ich inzwischen auch sehr verkühlt war, mit allen Begleiterscheinungen, beschlossen wir den direkten Weg nach Hause zu wählen.

So erreichten wir am frühen Abend unser Zuhause.
km = 103.015
Tageskm = 484 km

Fazit dieser Reise durch Ungarn:

An sich eine sehr interessante Fahrt, leider waren wir zu spät in der Jahreszeit unterwegs, denn in Ungarn scheint der 30.09. ein Stichtag zu sein, an dem schon viele touristischen Einrichtungen zusperren.
Das Fahren selbst war sehr anstrengend, da man nie sicher von Schlaglöchern sein konnte. Um also Schäden am Fahrwerk zu vermeiden war volle Konzentration, trotz geringer Fahrgeschwindigkeit, erforderlich.
Da ist das Fahren in Skandinavien dagegen, trotz enger Strassen, ein reiner Genuss.

In der Zukunft werden wir wieder nach Ungarn fahren, uns jedoch auf die Thermen im Westen oder Norden des Landes beschränken.